sowie wichtige Hinweise auf Krankheitszeichen
*Der Futterplan wird demnächst überarbeitet. Wir bitten um etwas Geduld.

Das Grundfutter für Igel besteht aus Dosen- Katzenfutter (mit mindestens 60% Fleischanteil, ohne Gelee und Sauce, (Roh-)Proteingehalt mind. 10%) gemischt mit Igeltrockenfutter (ohne Getreide oder andere pflanzliche Erzeugnisse).
© Bild: Andrea Schultze
Ein 250 g schwerer Igel nimmt pro Tag 10 g zu, wenn er folgende Ration frisst:
- 30 g Dosenkatzenfutter,
- 2 gehäufte Esslöffel Igeltrockenfutter
Ein größerer Igel bekommt entsprechend mehr Futter. Die Gewichtszunahme muss ständig kontrolliert werden, denn er darf nicht zu viel zunehmen.
Zubereitung:
- alles wird zu einem Mischfutter zubereitet, ohne Wasserbeimischung.
- welches zweckmäßig in einen 10–12 cm großen glasierten, flachen Ton-Blumenuntersetzer – keine Untertassen – gegeben wird,
- Das zusammengestellte Bröckchenfutter halten Sie bitte nicht zu trocken, aber auch nicht zu nass, damit keine Futterreste auf dem Nasenrücken zu Haarausfall führen können. Der Igel frisst alles nur klein gehackt, da er ein kleines Maul hat. Er benötigt eiweißreiche Kost, ist ein Insektenfresser, aber kein Vegetarier.
Zur Abwechslung kann man auch zwischendurch anderes Frischfutter anstelle von Dosenkatzenfutter geben:
- Rührei ungewürzt
- Beefhack roh und ganz frisch oder gebraten
- zusätzlich 2 x in der Woche 1/2 gekochtes Eigelb oder,
- zusätzlich Teile eines Hühnerflügels, welche mit Knochen gegeben werden können, da der Igel das Fleisch vom Knochen abnagt.
Igelbabys (ohne Zähne) erhalten Ersatzmuttermilch nach besonderer Rezeptur.
Siehe das Kapitel zur Aufzucht von Igeljungen.
Jungigeln (mit Zähnen) Sie erhalten während des Wachstums jeden Tag eine Messerspitze Futterkalk über das Bröckchenfutter sowie 1 Tropfen eines Vitamin-B-Komplex-Präparates bis zu einem Gewicht von ca. 400 g. Igel sollten kontinuierlich fressen und pro Tag höchstens 10 g zunehmen, da sonst das Stachelkleid zu licht wird und der Igel keinen ausreichenden Stachelschutz hat.
Tägliche Gewichtskontrolle ist wichtig.
Altigel mit 1000 g Körpergewicht erhalten täglich 130 g Mischfutter und sollten dann ihr Gewicht halten.
Wichtige Hinweise:
In glasierten Tonschalen täglich frisches Wasser oder Fenchel-Tee reichen, aber nie Milch!
Das Futter wird nur einmal am Tag abends gegeben. Die glasierten Tonschalen (keine Untertassen) – werden täglich heiß gespült. In den ersten drei Tagen nach der Aufnahme dem Igel nicht zu viel Futter geben, auch wenn er die Schale leer gefressen hat.
Mehlwürmer darf der Igel höchstens 3 pro Tag fressen, da diese sonst die Vitamine im Körper des Igels aufzehren. Dies führt zu Lähmungen. Keine Regenwürmer oder Schnecken geben, da diese Innenparasiten auf den Igel übertragen können.
Ein Jungigel bis zu 450 g darf in der Woche höchstens 50 bis 70 g zunehmen, da sonst das Stachelkleid nicht mitwächst. Größere Igel können etwas mehr zunehmen, besonders wenn sie abgemagert sind (Gewichtskontrolle ist auch hier stets erforderlich). Sollte die Futterschale leer gefressen sein und der Igel trotzdem nicht zugenommen haben, ist etwas mehr Futter zu geben. Dies kann aber auch ein Krankheitsanzeichen sein.

Gewichtskontrolle ist sehr wichtig!
Der Igel wird aber nicht mit einem Löffel gefüttert, weil das Fell durch das Futter verklebt.
Wichtige Hinweise über Krankheitsanzeichen:
Der Kot eines gesunden Igels ist braun oder dunkelgrau/schwarz in länglichen festen Röllchen, je nach Futterart heller oder dunkler. Igel dürfen keinen Durchfall oder keinen dunkelgrünen Kot (tannengrün) haben. Wenn man den Kot auf ein Küchenpapier legt, sollte er keine Blutflecken oder -ränder hinterlassen, da dann Verdacht auf Innenparasiten besteht. Bei grünem geleeartigem oder weiß/beigefarbigem dünnen, schleimigem und stinkendem Kot sind Bakterien die Verursacher. Bei diesen Anzeichen und bereits beginnender Fressunlust ist sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ist jedoch der Kot nur in der Spitze grün, wird dieses durch Obst hervorgerufen.
Wenn Igel husten, sind Innenparasiten, z.B. Lungenwurmlarven zu vermuten, verursacht durch gefressene Schnecken oder Regenwürmer als Zwischenwirt dieser Parasiten. Hierfür gibt es jeweils die entsprechenden Medikamente beim Tierarzt.
Zu empfehlen ist, wenn der Igelkot nicht in Röllchen geformt ist und stark riecht, eine Kotuntersuchung (z.B. vom Tierarzt) durchführen zu lassen. Dann sollte er auf Bakterien und ggf. auch auf Innenparasiten untersucht werden.
Wir empfehlen die Publikation von Pro-Igel e.V. zu Igel-Futtermischungen (IWk8):
/https://www.pro-igel.de/template/elemente/396/original/IWk8_Futtermischungen_Leseprobe.pdf